
Alte Häuser (unseres wurde um 1900 erbaut) haben Charme und nicht richtig schließende Türen, um nur das Mindeste zu bemängeln. Aber „wie gesehen, so gekauft“ oder so ähnlich, nur dass einem auf den zweiten und erst recht auf den dritten und vierten Blick andere Dinge auffallen als auf den ersten. Wie dem auch sei: wir haben WLAN, zwei Kaminöfen und für den Herbst und Winter und so weiter noch keine Pläne gemacht, also warum nicht unser kürzlich erworbenes und heute an uns übergebenes Haus auf Vordermann und -frau bringen und nebenbei den beruflichen Neustart in die Wege leiten.

So eine „Hausübergabe“ hatte ich mir übrigens anders vorgestellt. Nicht unbedingt mit Sekt, Häppchen und Klaviertrio, aber doch mit etwas mehr Pathos und offiziellem Brimborium – und wenn die Glocken der auf dem Nachbargrundstück stehenden neogotischen Backsteinkirche geläutet hätten, wäre mir das wahrscheinlich nicht unrecht gewesen.



