Wieder auf der Universitätsbank

Las in Horst Mellers „Zum Verstehen englischer Gedichte“, erschienen 1985 in der UTB-Reihe. In seiner Vorbemerkung nennt Meller das als Studienbrief für Fernstudien konzipierte Arbeitsbuch ein „Sendschreiben von Person zu Person“. Der „Brief“ (Anführungszeichen von HM) wende sich „allgemein an Literaturliebhaber, die ihr Interesse an englischer Lyrik vertiefen und ausbauen möchten“. Was mich betrifft, so möchte ich mein Interesse an englischer Lyrik und Literatur im allgemeinen zunächst einmal wiederentdecken und alsdann (möglicherweise) reanimieren. Also zurück auf die „Universitätsbank“, sprich: ins Englische Seminar der Ruperto Carola, der Uni Heidelberg, wo ich bei Horst Meller (25.8.1936-2.3.2013) mehrere Semester studiert habe.

Auf der Suche nach den Lebensdaten von Horst Meller fand ich im Netz einen von ihm verfassten Nachruf auf den Anglisten Rudolf Sühnel, darin Sühnels bedenkenswerte Definition von Literatur:

„Sprachläuterung, Manövrieren des Wortes aus dem Klischee, seine Regenerierung im Fluidum eines poetischen Kontextes, in dem es das wird, worauf es angelegt ist: Logos, erhelltes Sein.“

Rudolf Sühnel (1907-2007)
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