Überwältigend

„Überwältigend. So etwas gab und gibt es in unserer Literatur kein zweites Mal. Lesen Sie Schmidt. Sie werden Ihre liebe Mühe haben, Sie werden fluchen. Dann aber werden Sie dankbar sein und aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.“

So „Die Welt“ über Arno Schmidts „Die Gelehrtenrepublik“, die gestern bei mir im Briefkasten lag. Der „Kurzroman aus den Roßbreiten“ erschien zuerst 1957 im – ich kann’s kaum glauben – Karlsruher Stahlberg Verlag, also vermutlich gleich bei mir um die Ecke. Wann und von wem diese Rezension verfasst wurde, wird in meinem Suhrkamp-Band von 2021 leider nicht verraten. Fast möchte ich sagen: Überwältigend. So etwas gibt es in unserer „Medienlandschaft“ heute (so gut wie) nicht mehr.

Nachträglich zum 111ten Geburtstag

Auf der Suche nach etwas Brauchbarem für etwas Fragwürdiges finde ich im Regal einen Band mit Erzählungen von Arno Schmidt. Wie alt wäre der jetzt? Im Netz steht geschrieben, dass er am 18. Januar 1914 geboren worden sei. Also 111, jetzt schon seit drei Tagen. Ich blättere und lese: „Der kahle Mongolenschädel des Mondes schob sich mir näher (Diskussionen haben lediglich den Wert: daß einem gute Gedanken hinterher einfallen).“ Guter Gedanke.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner