Zeichnen geht immer und überall

„Zeichnen – kann man noch wo fürs‘ Malen weder Zeit noch Platz ist. Und alles zeichnen ob für ’nen Zweck ob nicht.“ So Adolph Menzel an Lucie Wolter-Sigora am 7. September 1891.

Die Staatlichen Museen zu Berlin besitzen an die 10.000 Zeichnungen aus Menzels Nachlass. Auf der Website der Adolph-Menzel-Gesellschaft stellt man folgende Überlegungen zur dann doch nicht geschätzten Gesamtzahl der Zeichnungen an: „Nimmt man nun all jene gezeichneten Blätter hinzu, die weltweit über Museen, Privatsammlungen oder Archive verstreut sind und bedenkt auch jene mit den Zeitläuften untergegangenen, erhöht sich die schiere Zahl Menzelscher Zeichnungen sicher noch erheblich. Darüber, dass Menzel gelegentlich streng selektierend mit den eigenen Werken umging, ist viel erzählt worden: Dass er beim Auszug aus einem Atelier ihm unnütz scheinende Zeichnungen dort zurückließ, dass er die vielen als nicht gelungenen erachteten Zeichnungen sofort zerriss oder dass er eine umfangreiche Mappe mit Zeichnungen der frühen Schaffensjahre, die der Bruder Richard liebevoll gesammelt hatte, nach dessen Tode vernichtete.“