Cioran über die Hand

Smartphone-Zeichnung, 20.9.2018, Format 16:9

„Alle haben wir Hände, doch keinem fällt es ein, sie zu verfeinern und absolute Ausdruckskraft vermittels ihrer zierlichen Nuancen und anmutigen Stellungen zu erlangen. Es gefällt uns, sie in Gemälden zu bewundern, über ihre Bedeutung zu schwätzen, aber wir sind außerstande, unsere eigene Persönlichkeit durch sie zum Ausdruck zu bringen und alle unsere innerlichen Erregungen durch sie zu offenbaren. Eine gespenstische Hand haben, eine Hand wie ein immaterieller Abglanz, eine nervöse, zur letzten Verkrampfung gespannte Hand. Seien die Gegenwart und das Vorzeigen der Hände mehr als ein Diskurs, mehr als Weinen, mehr als Lächeln oder Gebet. Denn die Hände können Augen haben, wo die Augen ins Leere blicken. Die absolute Ausdrucksfülle, als Frucht einer beständigen Verklärung, einer unablässigen innerlichen Erregung mit unauslöschlichen Feuersbrünsten und sich türmenden Wogen, mit unendlichen Bebungen und unwiderstehlichen Zuckungen, wird unsere Anwesenheit in einen die Sonne übersteigenden strahlenden Quell verwandeln. Nicht allein die Hände, sondern auch das Angesicht und alles, was unsere Einzigartigkeit ausmacht, mögen diese Ausdrucksform erreichen, in der sich unser Wesensinnerstes jenseits aller Grenzen vertieft.“

E. M. Cioran: Banalität und Verklärung, in: Auf den Gipfeln der Verzweiflung (1934, deutsch 1989), S. 137 f.

Von einer „unablässigen innerlichen Erregung mit unauslöschlichen Feuersbrünsten und sich türmenden Wogen“ zeugt diese Hand nicht wirklich. Aber vielleicht trügt der Schein?

Samuel van Hoogstraten

Skizze nach nach einer Aktzeichnung von Samuel van Hoogstraten (1627-1678), 19.9.2018, Skizzenbuch, 18,8 x 8,8 cm

Mit 14 wurde er Schüler von Rembrandt van Rijn, zehn Jahre später ging er nach Wien zu seinem Maler-Bruder Jan (auch der Vater, Dirk van Hoogstraten, war Maler) , ein Jahr später für ein Jahr nach Rom und so weiter. Er hat eine „Einführung in die Hohe Schule der Malkunst“ („Inleydingh tot de Hooge Schoole der Schilderkonst“) geschrieben, die in seinem Todesjahr 1678 erschienen ist.

September-Gras

Tablet-Zeichnung am 18.9.2018

„What you see is what you see“, diesen Satz von Frank Stella werde ich nicht mehr los. Ich sah Gräser und andere Pflanzen, doch waren es, strictly speaking, nur deren Schatten auf den Trittplatten des Weges, neben dem sie wuchsen – am Vormittag steht die Sonne im September nicht mehr sehr hoch.

Bei der Arbeit

In Arbeit, Tablet-Zeichnung am 24.7.2017

Es ist mein Privileg als selbständig tätiger Künstler-Unternehmer, bei der vorbereitenden Arbeit an den neuen Namensstämme auf dem und für den Karlsruher Hauptfriedhof zwischendurch zum Tablet greifen zu können, um für 20 Minuten meine eigentliche Arbeit zu unterbrechen, um in dieser Zeit meiner eigentlichen Arbeit nachzugehen. Mehr dazu hier.

CVJM Karlsruhe-Hagsfeld

 

CVJM, Tablet-Zeichnung am 15.7.2018, Format 41:70

Zu dieser Zeichnung gibt es ein dreidimensionales Pendant in Eichenholz – 70 x 230 x 70 cm. Es steht bzw. liegt seit heute vor dem Kretschmar-Huber-Haus in der Schäferstraße in Karlsruhe-Hagsfeld. CVJM ist bekanntlich die Abkürzung für „Christlicher Verein Junger Menschen“ (früher: „Männer“). Ich durfte den imposanten Klotz sägen und hauen im Auftrag der Laurentius-Gemeinde Hagsfeld (Pfarrer Siegfried Weber). Die ganze Geschichte findet man hier.

Dornröschen

Dornröschen, Tablet-Zeichnung am 30.6.2018 (nach einer Fotografie von Sigrid Deussen), Format 70:41

Floristen und andere Blumenkenner erkennen sofort, dass das keine Rosen sind. Wahrscheinlich sind es Chrysanthemen.

Geschwister selbdritt

Eine Art Schwarz-Weiß-Pointillismus:

Christine, Oliver und Ute Deussen, 2018 (27./28.6.), Tablet-Zeichnung, Format 41:70