Malen kommt von anmalen

Hans Thoma, las ich in dem unten erwähnten Buch von Max Osborn (New York 1945), soll gesagt haben: „Gut angestrichen ist halb gemalt“. Solche Sätze können nur der malerischen Praxis entstammen. Die Theorie, die mit soviel hemdsärmeliger Werkstatt-Philosophie kompatibel ist, muss erst noch formuliert werden.

Das kurze Kapitel, in dem ich diesen Thoma-Satz zitiert fand, handelt von Osborns „Begegnungen mit Pissarro und Renoir“. Renoir war stolz auf seine Anfänge als Porzellan(an)maler in Limoges. Osborn schreibt: „Oft ist seine Äußerung zitiert worden, dass er mit mancher Tasse und manchem Teller, die er verzierte, zufriedener gewesen als mit Gemälden, die draussen bejubelt wurden.“ (S. 31)