Daily Dali 3 – Killing her softly

„Gala, Galuschka, Galuschkineta!“ (37)

1936 in Paris: „Es kam der Sonntag, da Gala [nach einer Operation] endgültig außer Gefahr war und die Todesstunde im Festkleid respektvoll auf den Zehenspitzen zurückwich. Galuschka lächelte, und zuletzt hielt ich ihre Hand an meine Wange gedrückt. Und zärtlich dachte ich: ‚Nach alledem könnte ich dich umbringen!“ (37)

In Begleitung von Stefan Zweig und Edward James trifft sich Dali in London mit Siegmund Freud. Dieser starrt Dali die meiste Zeit nur intensiv an.: „Angesichts seiner unerschütterlichen Gleichgültigkeit wurde meine Stimme unwillkürlich schärfer und drängender. Dann, mich weiter mit einer Festigkeit, in der sein ganzes Wesen sich zu verdichten schien, anstarrend, rief Freud, Stefan Zweig zugewandt, aus: ‚Nie sah ich jemanden, der so durch und durch Spanier war. Welch ein Fanatiker!“ (39 f.)

Dali ist entzückt vom Dehnbaren und Amorphen, von allem, was sich falten, zusammenlegen, zusammenrollen und in unterschiedliche Richtungen drücken lässt: „Technische Gegenstände sollten später für mich die größten Feinde werden, und was Uhren angeht, so mußten sie weich sein oder gar nicht sein!“ (47)

(Aus Salvador Dalis „Das geheime Leben des Salvador Dali“)