Allianzen des Wohlgefallens oder: Schöne Stellen und schöne Stellen

Warum nicht einmal relativ skrupellos das Klischee bestätigen, wonach Holzobjekte dann besonders reizvoll, gefällig oder gar schön sind, wenn naturgegebene und von einem Menschen gesetzte Aspekte eine Allianz des Wohlgefallens eingegangen sind. Soll man grundsätzlich auf Effekte verzichten oder nur dann, wenn es die Natur war, die einem beim Haschen nach denselben auf freundliche Weise zuvor- und entgegen gekommen ist?

Vor noch gar nicht langer Zeit hätte ich solche Kooperationen entschieden abgelehnt. Theodor W. Adorno hat für den Rundfunk einmal „schöne Stellen“ in der Musik analysiert, doch gingen diese stets aufs Konto des Komponisten und nicht des Zufalls oder der Natur, um vom Lieben Gott nicht zu reden. Die schönen Stellen im Holz habe ich nicht zu verantworten. Meine Verantwortung beginnt erst bei der Frage, ob ich naturschöne Stellen in meinen Holzarbeiten zulassen will oder nicht. Und ob ich des weiteren meine Form konsonieren lassen will mit der Naturform. Ich wollte, wie man sieht.

Details zu OHREN 11 hier.

Noch alle OHREN im Regal

Wenn ich nicht mehr alle OHREN im Regal hätte, dann würde das nicht bedeuten, dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe, sondern dass ich ein paar davon verkauft hätte. Preis und anderes hier.

OHREN 9 oder: Resultat einer schnellen Nummer

Eine schnelle Nummer kann auch beim Holzbildhauen durchaus zu befriedigenden Ergebnissen führen, vorausgesetzt, man hat viel geübt und die Hände wissen wie von selbst, was zu tun ist. Diese Ohr-Studie habe ich heute in neuer persönlicher Rekordzeit aus dem Holz gehauen. Bis die Eiche dann ein wenig pigmentiert und gewachst war (sie muss noch mindestens einmal nachgebürstet werden), bis ich das Teil fotografiert und die Aufnahmen archiviert hatte, war allerdings dann doch wieder mehr als eine Stunde vergangen. Daher der zwar nicht billige, aber recht und billige Preis, den man zusammen mit allen anderen Angaben hier erfahren kann.

OHREN 8

Seit heute habe ich nach dem Einbau einer neuen Tür und eines neuen Fensters in gewisser Hinsicht eine neue Werkstatt: Im Winter ist sie sehr wahrscheinlich wärmer und das ganze Jahr über einbruchssicherer. Nicht dass bei mir viel zu holen wäre, aber das weiß so ein Einbrecher ja vorher nicht. Jetzt bleibt ihm die Enttäuschung, nur ein paar Holz-Ohren wie dieses vorzufinden, (hoffentlich) erspart:

Wichtige Einzelheiten, wie zum Beispiel den Preis dieses Prachtstücks, erfährt man hier.

OHREN 1

Vor Jahren schon einmal im Programm: Ohren. Eigentlich sind diese Abfallstücke (die bei der Vorarbeit an den neuen Namensstämmen in diesem Sommer auf dem Hauptfriedhof angefallen sind) zu schade zum Verbrennen, dachte ich. Und in geschlossenen Räumen mit normalem Klima ist das Splintholz der Eiche ebenso haltbar wie das Kernholz.

Auf meiner „merkantilistischen“ Parallel-Website findet man hier die üblichen Angaben zu diesem ersten Borken-Ohr-Stück.