Allianzen des Wohlgefallens oder: Schöne Stellen und schöne Stellen

Warum nicht einmal relativ skrupellos das Klischee bestätigen, wonach Holzobjekte dann besonders reizvoll, gefällig oder gar schön sind, wenn naturgegebene und von einem Menschen gesetzte Aspekte eine Allianz des Wohlgefallens eingegangen sind. Soll man grundsätzlich auf Effekte verzichten oder nur dann, wenn es die Natur war, die einem beim Haschen nach denselben auf freundliche Weise zuvor- und entgegen gekommen ist?

Vor noch gar nicht langer Zeit hätte ich solche Kooperationen entschieden abgelehnt. Theodor W. Adorno hat für den Rundfunk einmal „schöne Stellen“ in der Musik analysiert, doch gingen diese stets aufs Konto des Komponisten und nicht des Zufalls oder der Natur, um vom Lieben Gott nicht zu reden. Die schönen Stellen im Holz habe ich nicht zu verantworten. Meine Verantwortung beginnt erst bei der Frage, ob ich naturschöne Stellen in meinen Holzarbeiten zulassen will oder nicht. Und ob ich des weiteren meine Form konsonieren lassen will mit der Naturform. Ich wollte, wie man sieht.

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