Ticks als Tricks

Gestern habe ich Dali zitiert. Sein Wort über den Unterschied zwischen sich und den Surrealisten („… ist, dass ich Surrealist bin“) fand ich in einem Katalog zu einer Ausstellung in der Kunsthalle Baden-Baden Anfang 1971. Patrick Waldberg schreibt dort über eines von Dalis Erfolgsrezepten: „Seine Ticks und Zwangsvorstellungen und die abartigen Äußerungen seiner Sinnlichkeit dienten Dali als Sprungbrett, um die phantastische Welt seiner Malerei zu schaffen“. Künstler sein heißt unterschiedslos mit allem wuchern, was man zur Verfügung hat. Heute landet man mit dieser amoralischen und bewertungsabstinenten Grundhaltung rasch im sozialen Ghetto derer, von denen es heißt, dass sie als „umstritten“ gelten.