8. Oktober 2017

Das gestern gefilmte Video-Bild hängt seit heute bei Youtube an der Video-Wand:

Die Zeichnungen, die David Hockney in den 1980er Jahren gemacht hat (viele davon in Skizzenbüchern, einige Beispiele sind enthalten in dem Band „Zeichnungen 1954-1994“) sind nicht virtuos oder „meisterlich“, aber sie sind gut, sie protokollieren ein aktives und produktives Künstlerleben. Für mich sind sie so etwas wie Proben für ein („theatralisches“ oder musikalisches) Stück. Diese Proben finde ich in gewisser Hinsicht interessanter als die Aufführung selbst. Für mich war und ist es beinahe reizvoller, etwas einzustudieren oder zu proben oder bei Proben zuzusehen als die eigentliche Aufführung zu erleben. Aber ohne Aufführung keine Proben. Die Aufführungen sind, wenn man so will, ein notwendiges Übel. (Wie man auch Piet Mondrians Werk ab 1920 als unumgängliches Übel mit in den Kauf nehmen muss – denn ohne dieses wäre das Werk des Pieter C. Mondriaan vor 1920 gewiss in Vergessenheit geraten.)

Sozusagen aus meinem Tablet-Skizzenbuch.