7. Juli 2017

Eine der ersten Beschreibungen eines bewegten Bildes, man könnte auch sagen: einer Filmsequenz, stammt von dem englischen Dichter, Politiker und Zeitungsschreiber Joseph Addison. 1712 schreibt er im Spectator nach einem Besuch der Camera obscura in Greenwich:
xxxxx„The prettiest Landskip I ever saw, was one drawn on the walls of a dark Room. Here you might discover the Waves and Fluctuations of the Water in strong and proper Colours, with the Picture of a Ship entering at one end, and sailing by Degrees through the whole Piece.“
xxxxxWas jetzt nur noch fehlte, war die Möglichkeit, solche Szenen aufzuzeichnen, um sich dann an einem frei bestimmten Ort zu einer frei gewählten Zeit wieder und wieder anzusehen, wie das Schiff am einen Ende auftaucht und durch das ganze Stück segelt.

Nun aber noch ein aktuelles Beispiel für eine jederzeit wiederholbare, vierminütige dokumentarische Filmszene aus der deutschen Gegenwart (wahrscheinlich auch typisch für die nähere Zukunft). In „strong and proper Colours“ kann man entdecken („discover“), wie sich der linksradikale Mob den Weg in eine bessere und gerechtere Welt vorstellt. Der Begriff, auf den die deutschen Medien jene Hamburger Trainingseinheiten für den Bürgerkrieg unisono gebracht haben, lautet „Krawall“, obwohl man hier mit Fug und Recht von Terror sprechen könnte und sollte. Film ab.