3. Juli 2017

Kathedrale in Dieppe, 2012, © Lothar Rumold

Vor ein paar Jahren in dieser Kirche in der Normandie hätte ich eigentlich auf die Knie fallen, den Herrn loben und alsdann dieses „Dia“, das in natürlicher Projektion auf den Steinboden geworfen wurde, ab- beziehungsweise nachmalen sollen. Aber auf derartige Epiphanien des Schönen ist man ja eher selten in angemessener Weise vorbereitet. Neuerdings haben die meisten (ich auch) wenigstens ein abbildungstaugliches Handy dabei. Schon seit dem 17. Jahrhundert ist es Brauch, mit Hilfe von Projektionstechniken, ja sogar mit Vorläufern der späteren Fotoapparate, Bilder zu machen. Wie hier schon mehrfach gesagt: Lange bevor die erste „richtige“ Fotografie das Licht der Welt und die Welt das Foto erblickte, hatten Maler (etwa Caravaggio) und Zeichner (Galileo Galilei oder Johannes Kepler) mit dem Fotografieren begonnen. Schön nachzulesen Bei Hockney und Gayford: A History of Pictures.