28. Juli 2017

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Bleibt nachzutragen: Der Kopf (wohlgemerkt: der Kopf) von Johannes dem Täufer gelangte 391 von Emesa nach Konstantinopel (Istanbul). Im vierten Kreuzzug (1202-1204) plünderten französische Ritter im Verein mit nicht weniger zügellosen Kreuzzüglern aus Venedig die griechisch-orthodoxe, oströmische Metropole und nahmen den Schädel mit nach Amiens. Am 29. August, dem Gedenktag der Enthauptung des Johannes, tischte man bis zum 17. Jahrhundert der versammelten Gemeinde auf dem Altar „Johannesschüsseln“ auf, also vollplastische Darstellung dessen, was Salomé bei ihrem Stiefvater Herodes bestellt hatte. Ein weiteres Ritual, das die Sanguiphilie des christlichen „Glaubens“ drastisch zum Ausdruck bringt.