22. November 2017

Bis gestern wusste ich nicht, ob ich meinen „Cézanne“ fertig zeichnen oder ihn quasi unvollendet lassen würde. Im Laufe zweier fürs Arbeiten am Bild genutzter Zugfahrten (Hin- und Rückfahrt) von insgesamt 80 Minuten entschied ich mich dann für’s Weiterzeichnen bis zuletzt, also gegen die weißen Flecke als Hinweise auf unerforschte Gegenden der Bild-Landschaft. Von „Zeichnung“ zu reden, wird übrigens im Falle dieses Bildes nach Cézanne immer fragwürdiger. Die Verwendung eines Bildschirm-Griffels spricht nach wie vor dafür. Zugleich arbeite ich immer „vielschichtiger“, das heißt ich befleißige mich einer Vorgehensweise (Fleiß ist dabei tatsächlich im Spiel), die dem Auftragen und gelegentlichen partiellen Wieder-Wegnehmen von physischer Farbe entspricht. Klar ist, dass das Programm die Mehrschichtigkeit „nur“ simuliert. Real gibt es eigentlich gar keine Schicht – und wenn es eine gäbe, dann wäre es nur eine einzige, bestehend aus nahtlos aneinandergrenzenden Pixel-Fliesen.

Mein „Cézanne“ am 22.11.2017