Der Stoff, aus dem …

Der Stoff, aus dem Bäume sind, heißt Lignin. „Lignin stellt chemisch ein aus Phenylpropaneinheiten durch dehydrierende Polymerisation aufgebautes hochmolekulares, dreidimensionales Netzwerk dar und wirkt als der eigentliche Stützbaustoff der verholzten Pflanzenteile. Es wird bei verstärkter Druckbelastung in die Zellwände eingelagert (Lignifizierung), wo es kovalent mit Cellulose und anderen Polysacchariden verknüpft vorliegt.“ (Lexikon der Biologie auf Spektrum.de)

Ein Tablet-Bild, das ich vor einigen Tagen angefangen habe, wird bald fertig sein. Ich nenne es bis auf weiteres „Lignin 365“, da es einen Zellverband in 365facher Vergrößerung zeigt, bei dem das eingelagerte Lignin durch eine chemisch provozierte Farbveränderung in den Zellwänden „sichtbar“ gemacht wurde. Nicht zuletzt wegen dieser Farbdifferenz weiß man, dass man es mit Holz-Zellen zu tun hat. Die Makro-Morphologie des Holzes ist eine andere als seine Mikro-Morphologie. Der Vorwand „Holz“, im Grunde also nur ein Wort, erlaubt es mir, ganz unterschiedliche Form-Phänomene als thematisch zusammengehörige etwa im Rahmen einer Ausstellung plausibel zu vergesellschaften. Als „Konzept“ genügt manchmal ein einziges Wort. HOLZ zum Beispiel. Die Ausstellung, die ich meine, findet unter dem Titel „HolzBilder“ im Info-Center des Karlsruher Hauptfriedhofs statt. Sie wird am 6. Juni eröffnet und dauert bis September.