Fridays for Houellebecq

Und schon ist es wieder Freitag geworden. Letzte Woche war das ein sonniger Spätsommertag, an dem ich in der zweiten Tageshälfte mit dem Fahrrad unterwegs war. Vierzig Kilometer. Der heutige Freitag ist dagegen ein weitgehend verregneter Herbsttag gewesen, einer der ersten in diesem Jahr. Klimawandel. Oder doch nur Wetterwechsel?

Vor einer Woche fand ich, wie gesagt, auf einer Bank am Wegrand Michel Houellebecqs Ausweitung der Kampfzone. Heute lese ich das Buch vom Boden auf, wo es inmitten anderer Bücher gelegen hat, und wieder beginne ich zu lesen. Fridays for Houellebecq, wenn man so will: „Ein Leben lang nichts als lesen,“ schreibt der Autor, der unter seinem Roman „eine Abfolge von kleinen Geschichten, deren Held“ er ist, versteht – und fährt fort: „das hätte meine Wünsche erfüllt; ich wusste es schon mit sieben Jahren. Die Beschaffenheit der Welt ist schmerzhaft und ungeeignet; ich glaube nicht, dass sich daran etwas ändern lässt.“