Neues Falten-Stück

Neues Falten-Stück (in Arbeit): Eiche, 93 x 66 x 8 cm

Im zeitlichen und thematischen Anschluss an meine kleine Faltenstudie nach Anton Sturm, ein Relief das derzeit noch in der Jahresausstellung des Badischen Kunstvereins hängt, soll dies die zweite Arbeit aus einer Serie von Falten-Stücken werden. Das neue Falten-Stück fällt deutlich größer aus und sein äußerer Umriss folgt nicht dem Tafelbild-Klischee des Sturm-Reliefs.

Auch finde ich, die Falte oder die Falten-Fläche ist ein reizvolles Motiv, dem man mehr als nur zwei, drei Arbeiten widmen kann. Viele Holz-Skulpturen vergangener Jahrhunderte sind mehr oder weniger grandiose Falten-Würfe. Den anatomischen Problemen musste man sich dadurch so gut wie gar nicht stellen, sie wurden gewissermaßen unter den Umhang gekehrt. Erst mit der Renaissance kommt der Mensch als natürlich-animalisches Wesen mit einem Körper-Bau als architektonische Aufgabe in die Bildhauer-Werkstatt zurück. Wenn Renaissance Wiedergeburt heißt, so werden in ihr die Menschen-Bilder als Nach-Schöpfungen aufs neue und oft auch wie zum ersten Mal so geboren wie Gott sie geschaffen hatte.