2. August 2017

Tablet-Zeichnung (Süßgras), 2.8.2017, ©Lothar Rumold

Es geht uns als Künstlern wie den Astrophysikern, die zugeben müssen, dass es die sogenannten Neutrinos, denen sie nachstellen, als veritable „Teilchen“ eigentlich gar nicht gibt und sie schon zufrieden sein können, wenn es ihnen gelingt, mit Hilfe von riesigen Messfeldern im arktischen Eis die Leuchtspuren ihrer materiellen Nicht-Existenz zu beobachten und aufzuzeichnen. Denn Künstler sein heißt nichts anderes, als die Spuren sensibel zu erahnen und nachzuzeichnen, welche die „passierende“ Kunst auf dem Papier, auf der Leinwand oder in welchem Medium auch immer en passant und ungeachtet ihrer faktischen Nichtexistenz möglicherweise hinterlassen hat.