17. Juni 2017

Tablet-Zeichnung mit „Autodesk“, 17.6.2017

Das im zeichnerischen Kontext schwer zu übersetzende englische Wort mark (ungefähr: Zeichen, Spur, Mal, … so etwas wie das kleinste Element, aus dem eine Zeichnung besteht), kann für das Zeichnen auf der gläsernen Tablet-Oberfläche definiert werden als die Spur, die entsteht zwischen der Kontaktaufnahme mit der Oberfläche und dem Abbrechen des Kontakts. Marks in diesem Sinn können ganz leicht wieder zum Verschwinden gebracht werden. Es ist dann, als hätte man diese einzelne Linie nie gezogen, diesen Punkt nie gesetzt. Anders als beim Zeichnen mit Papier und Bleistift gibt es also von mark zu mark ein zweite, dritte, vierte usw. Chance. Man wird aber wohl im Sinne einer lebendigen Zeichnung gut daran tun, von dieser Möglichkeit der Perfektionierung keinen allzu peniblen Gebrauch zu machen.

Und aus heute gegebenem Anlass dann noch dieses:

„Die Windbö im Geranienkasten ist die kleine Schwester des Sturms im Wasserglas“ – Ch. D.-M. zum Geburtstag