15. Oktober 2017

Übungsziel für heute, morgen und übermorgen: Es durchaus voller Verachtung, gleichwohl gelassen hinnehmen lernen, dass beispielsweise ein Frankfurter Oberbürgermeister in einer Paulskirchen-Rede in demagogischer Manier alle, die in der sogenannten Flüchtlingsfrage grundsätzlich anderer Meinung sind als der merkeltreue Mainstream, damit der Demagogie für überführt erklärt und aus dem Kreis derer, deren Standpunkt als möglicher Standpunkt zu respektieren ist, kategorisch ausschließt. Apropos Buchmesse: „Rechte“ Verlagsstände (meines Wissens waren es insgesamt drei) dürfen attackiert, geplündert und beschädigt werden, ohne dass dies publik zu machen und öffentlich zu verurteilen wäre. Leben wir noch in einem Land, in dem jeder frei und unbehelligt seine Meinung sagen kann? Ja, sagt der Zyniker, der sich für einen Demokraten ausgibt, solange es eine Meinung ist, die ich als legitime anerkenne. Wehret den Anfängen! Wer würde dem nicht beipflichten, aber deine Anfänge, denen zu wehren ist, sind nicht meine Anfänge. Und die Spalter sind immer die anderen. Es reden uns die noch herrschenden Kreise Rede um Rede, Positionierung um Positionierung gegen „rechts“ weniger mutig (denn dazu gehört kein Mut) als vielmehr mutwillig in einen Kalten Bürger-Krieg hinein.

Aber damit dieser im meteorologischen Sinn durchaus sonnige Daily-Work-Tag nicht ganz der Überschattung durch die Lichtgestalten des gesellschaftlichen Diskurses und des offensiven Meinungs-Konsensualismus‘ zum Opfern fällt, weise ich rasch noch auf meine neu begonnene private Kunstsammlung (Menüleiste SAMMLUNG) hin.