13. Juni 2017

Gestern Abend in der Amsterdamer Oper: Salome von Richard Strauss nach einem Drama von Oscar Wilde. Für den bildkünstlerischen Anteil zuständig: Jan Versweyveld (decor en licht), An D’Huys (kostuums) und Tal Yarden (video). Für die minimalistische Reduktion des Bühnen-Bildes auf ein mehr oder weniger hell ausgeleuchtetes Grau spricht zumindest, dass so der blutüberströmte Leichnam des auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame geschlachteten Jochanaan (Johannes) farblich perfekt zur Geltung kommt. Was ich mich gefragt habe: ob Oscar Wildes distanzierter Sprachwitz (inklusive Spott und Sarkasmus) und Strauss‘ (wunderbares) musikalisches Pathos eine nachhaltig überzeugende Verbindung eingehen können. Fürs erste waren wir jedenfalls von dem, was uns da alles in allem geboten wurde, sehr angetan. Irgendeine Art von Kunst-Amalgam ist es jedenfalls, vielleicht hätte man das auch im decor und den kostuums zeigen können. (Leichter gefordert als getan.)

Heute beim Zeichnen im Twiske.