13. Juli 2017

Tablet-Zeichnung, 13.7.2017, © Lothar Rumold

Zwischen Malerei und Fotografie gab es weder vor noch nach 1839 eine scharfe Trennlinie. Heute hat man beide Möglichkeiten im selben Gerät vereint. Wer ein Tablet besitzt, kann damit sowohl fotografieren als auch zeichnen oder malen. Um vom einen ins andere Medium zu wechseln, braucht es nur ein Minimum an Fingerspitzengefühl. Ich tippe ein paarmal auf die Glasplatte und bin Maler. Ich tappe nochmal auf der Platte herum und bin Fotograf. Malerei und Fotografie im traditionellen Sinn haben damit nicht aufgehört zu existieren. Aber man sieht nun vielleicht leichter ein: es sind nur zwei verschiedene Möglichkeiten, sich ein Bild zu machen. Die Übergänge sind heute fließender denn je.